Aus  einem „Spiel“ mit einem Fünfeck

he-raus entwickelte sich ein Musterbil-dungsprinzip, mit dem fraktale Figuren konstruiert werden können. Diese Figu-

ren lassen sich durch drehen, spiegeln

oder verschieben zu immer komplexeren Musternetzen verweben.

(Abb. 1-3)

 

Die Figuren und Netze weisen Eigen-schaften auf, wie Gegensätzlichkeit, Widersprüchlichkeit, Einfachheit, Komplexität, Symmetrie, Asymmetrie,

die Grenzen übergreifende Analogien zu Phänomenen in der Natur zulassen. Sie können wie eine visuell abstrakte Dar-stellung wesentlicher Eigenschaften der Welt gesehen werden. Die Muster visualisieren die Vielschichtigkeit des Lebens, verbildlichen Eigenschaften mit universellem Charakter, die sämtliche Ebenen des Lebens zu durchdringen scheinen.

 

 

 

Aus den fraktalen Strukturen sind auch dreidimensionale Arbeiten entstanden. Dabei wächst das Ornament als reine Oberflächenverzierung hinaus, wird nicht erst am Ende der gestalterischen Ausei-nandersetzung hinzugefügt, sondern ist stets Teil des gestalterischen Prozesses.

 

Auslöser einer tiefen und intensiven Aus-einandersetzung mit Mustern war eine Reise nach Andalusien, bei der ich mit der mir vorher wenig bekannten islami-schen Ornamentik in Berührung kam. Diese Eindrücke brannten sich ein in die Erinnerung, hinterließen Spuren.

 

Die eigenen, hochkomplexen Muster wei-sen auch Gemeinsamkeiten mit den Mus-tern der islamischen Kunst auf, sind aber dennoch andere, komplexere und entwic-kelten sich erst aus einem „Spiel“ mit dem Fünfeck heraus.

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Hendrike Roers

Master of Arts

[DESIGN]

 

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